Zauber der
Zerbrech-
lichkeit

300 Jahre Europäisches Porzellan
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Mai bis August 2010
Stadtmuseum Berlin, EphraimPalais

Mit dieser Sonderausstellung feierten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Berlin das Jubiläum der Herstellung von Hartporzellan in Europa. Die Ausstellung zeigte rund 500 Objekte, darunter rund einhundert Porzellane aus dem Bestand der Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Porzellane der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin aus dem Bestand des Stadtmuseums Berlin sowie Leihgaben aus dem Rijksmuseum Amsterdam, der Eremitage in St. Petersburg und dem Musée national du Céramique in Sèvres komplettieren die Ausstellung.

Für diese Schau der Extraklasse wurde das Ephraim-Palais in ein zauberhaftes Porzellan-Schloss verwandelt. Die Ausstellung stellte Meissener Porzellan® in den Kontext der europäischen Porzellankultur. Besondere Aufmerksamkeit lag deshalb auf den Meisterwerken der anderen europäischen Manufakturen. Dabei wurde das für die eigene Produktion Spezifische ebenso gezeigt, wie die alle Erzeugnisse verbindenden Elemente einer gemeinsamen Tradition. Damit wird sowohl die Ausstrahlung von Meissener Porzellan® auf die Produkte der anderen Manufakturen, als auch der Einfluss der anderen europäischen Manufakturen auf die sächsischen Produkte nachvollziehbar.

August der Starke hatte in Meißen vor genau 300 Jahren die erste Hartporzellanmanufaktur auf europäischem Boden etabliert. Meissener Porzellan® war schnell unverzichtbares Statussymbol der europäischen Fürstenhäuser geworden. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts war die Meissener® Manufaktur europaweit Ideengeber für die Porzellangestaltung, hier wurden Standards für die Tisch- und Tafelkultur sowie das gesamte Repertoire an Formen und Dekoren festgelegt. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts folgte ein Boom der Porzellanherstellung, neu entstandene Produktionsstätten stellten eine ernst zu nehmende Konkurrenz für Meißen dar. Sie emanzipierten sich von Meißen, beschritten innovative Wege. Meißen büßte allmählich seine Vorherrschaft zugunsten von Berlin und Sèvres ein, welche die Führungsrolle in Europa übernahmen.

Wir entwickelten die Kampagne zur Bewerbung der Ausstellung und gestalteten die begleitenden Kommunikationsmittel.